Newsletter 1/19

Nutzen Sie das Potenzial von Multiplikatoren

Die wichtigsten Akteure der Schweizer Ernährungsszene

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten in der Marketingabteilung eines Getränkeherstellers und sind dabei, ein neues Getränk zu lancieren. Dieses wurde mit Ernährungswissenschaftlern entwickelt und enthält eine Mischung von Nahrungsfasern, welche eine Körpergewichtsreduktion nachweislich unterstützt. Ihr Ziel ist es, das Produkt aufgrund seiner besonderen Inhaltsstoffe und Eigenschaften im Bereich Gesundheit zu positionieren.

In der Ernährungsszene Schweiz bieten sich verschiedene Kanäle an, mit denen Ihre Botschaften indirekt an Konsumentinnen und Konsumenten gelangen können – und zwar mittels Multiplikatoren, den Ernährungsfachpersonen. Zentrale Voraussetzung ist allerdings, dass Ihr Produkt ernährungsphysiologisch optimal zusammengesetzt ist oder einen entsprechenden Mehrwert aufweist. Es ist zudem wichtig, zwischen Produkt- und Fachinformationen zu unterscheiden. Was heisst das nun aber konkret?

Produktinformationen: objektive Fakten

In Ihrem Fall kann es sinnvoll sein, Ernährungsfachpersonen kurz vor der Lancierung Ihres Getränks detaillierte Informationen über das Produkt zukommen zu lassen (Zutatenliste, Nährwertangaben usw.). Ziel ist dabei, dass sich Ernährungsfachpersonen ein objektives Bild über Ihr Produkt machen können. Je konkreter und zielgruppengerechter diese Informationen sind, desto grösser ist die Chance, dass Ernährungsfachpersonen zu Multiplikatoren werden – zum Beispiel bei der Beratung von Klienten oder in Experteninterviews.

Fachinformationen: wissenschaftliche Fakten

Als weitere Massnahme ist es ratsam, zusätzlich wissenschaftlich fundierte Fachinformationen an Ernährungsfachpersonen abzugeben – z.B. zur Wirkungsweise der Nahrungsfasern und zu anderen interessanten Aspekten Ihres Getränks. Wichtig ist hier, dass diese Fachinformationen die Sachlage ausgewogen darlegen, auf aktuellen, qualitativ guten Studien beruhen und nicht mit Produktwerbung vermischt werden.

Der richtige Kanal für Ihre Kommunikation mit Ernährungsfachpersonen

Wie gelangen Sie mit Ihren Botschaften nun aber an die Zielgruppe «Ernährungsfachpersonen»? Für Sie dürften die nachfolgenden drei Organisationen von Interesse sein.

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE (Gründung 1965) ist die nationale Fachgesellschaft. Sie verfolgt unter anderem das Ziel, die Bevölkerung über alle Fragen einer gesunden Ernährung aufzuklären – wissenschaftlich fundiert und neutral. Die SGE hat rund 5‘000 Mitglieder, die verschiedenen Berufsgruppen angehören (z.B. Ernährungs- und andere Gesundheitsfachleute sowie Lehrpersonen).

Der Schweizerische Verband der Ernährungsberater/innen SVDE (Gründung 1942) ist der Berufsverband der gesetzlich anerkannten Ernährungsberater/innen in der Schweiz (heute BSc in Ernährung & Diätetik). Der SVDE hat rund 1‘300 Mitglieder, die in verschiedenen Berufsfeldern tätig sind: Sie arbeiten hauptsächlich in Beratung bzw. Therapie und zunehmend auch in der Gesundheitsförderung und Prävention, in der Lebensmittelindustrie und in der Forschung.

Die Swiss Academic Nutritionists SWAN ist ein junger Verband (Gründung 2018). SWAN vertritt die Interessen der akademisch ausgebildeten Ernährungsfachpersonen in der Schweiz, die hauptsächlich in nicht-therapeutischen Berufsfeldern tätig sind (z.B. Gesundheitsförderung, Öffentlichkeitsarbeit, Lehre, Forschung, Industrie).

Alle drei Organisationen haben diverse Kommunikationskanäle, um ihre Mitglieder zu erreichen. Nutzen Sie diese, um die Lancierung Ihres nächsten Produktes mit ernährungsphysiologischem Mehrwert erfolgreich zu unterstützen!

Im nächsten Newsletter erfahren Sie, worauf Sie zusätzlich achten müssen, damit Ihre Botschaften bei Ernährungsfachpersonen ankommen.

Aktuelles: Dritter Fachkongress Mikronährstoffe der Burgerstein Foundation

Am 23. Oktober 2019 findet der 3. Ernährungsfachkongress Mikronährstoffe der Burgerstein Foundation statt. Wir sind stolz darauf, dass wir wiederum mit der Konzeption und Organisation betraut wurden. Die Referentinnen und Referenten werden sich mit dem Einsatz und Stellenwert von Mikronährstoffen im Rahmen von Depressionen im Kindes- und Erwachsenenalter sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit befassen. Weitere Themenbereiche sind Osteoporose, Sport und Brustkrebs. Der Kongress richtet sich an Ernährungsberater/innen mit HF-, BSc- oder MSc-Abschluss. Achtung: Früh anmelden lohnt sich – die ersten beiden Kongresse waren jeweils vor Ablauf des Frühbuchertarifs ausgebucht…

Mehr Infos und Anmeldung

Interna: Unser Jahresbericht 2018 ist online

«KiKo» steht für «Kinder kochen» und ist ein neues Freizeitangebot der Cleven-Stiftung für Gemeinden, für dessen Konzipierung wir mandatiert wurden. Erfahren Sie mehr darüber und über viele weitere, spannende Projekte, in denen wir im vergangenen Jahr mitwirken durften.

Zum Jahresbericht 2018

Skurriles und Amüsantes aus der Food-Welt

Wer friert und dabei zittert, verbraucht Energie. Während 17 Minuten zu frieren regt den Stoffwechsel gemäss einer kleinen Humanstudie gleich stark an, wie wenn man bis an die Leistungsgrenze Fahrrad fährt. Bei beiden Belastungen wird das Hormon Irisin ausgeschüttet, woraufhin Körperwärme erzeugt wird. Ob sich Frieren deshalb als Mittel zur Gewichtsreduktion eignet, sei allerdings dahingestellt…

Quelle: Lee et al. Cell Metab 2014;19:302-309.

2019-01-24T16:07:58+00:00